Die erste Woche im Projekt - und ich bin noch am Leben ! :D

Dienstag, 10.10.2017

Hallo Leute!

Auch die erste Woche hab ich gut überstanden. Obwohl es von Mittwoch bis Samstag nur geregnet hat. Aber erstmal von vorne:

Am Sonntag haben wir eineEinführung bekommen, wo uns Verhaltensregeln und Kleidungsvorschriften erläutert wurden. Dafür ist der leitende Koordinator Harsha extra aus Colobo hierher angereist. Charith - ein Student, Betreuer, Touristen herumführer, Organisator, Koordinator und leidenschaftlicher Kakerlacken und Spinnen einfänger - hat uns vorher durch Galle geführt und uns die wichtigsten Punkte, wie das Polizeiposidium, das Geldumwechselzenter, die Bank oder das Stadium, und Galles Altstadt gezeigt.

Das sind nur ein paar der unzähligen Bilder, die ich bisher schon gemacht habe. Und Galle ist wirklich eine wunderschöne Stadt!

 Nach dem wir tod müde am Abend ins Bett gefallen waren, begann am Montag unser erster Projekttag auf der Amarasena Turtle Hatchery. Zu erst mussten wir jedoch 1,5 Stunden in einem alten Bulli auf einer sehr riskanten Fahrweise dorthin fahren. Aber nachdem wir um unser Leben gebangt haben und hofften, dass Charith niemanden Umfährt, waren wir endlich auf der Farm angekommen. Dort nahm uns Fernando, der Leiter der Farm, gleich in Empfang und führte uns umher.

  Das bin ich, wie ich eine 10 Jahre alte Schildkröte halte.

Das bin ich, wie ich eine etwa 10 jahre alte schildkröte halte.

Das sind die jüngsten Bewohner der Turtle Farm. Die etwa 1- 2 Wochen alten Schildkröten Babys werden in den nchsten Wochen freigelassen. Aber nur die männlichen!!! Die Weibchen dürfen 5 Jahre auf der Farm leben, da es von denen nur sehr wenige gibt. Von 100 Eiern sind etwa 2 Weibliche Schildkröten dabei. Und um deren Überleben zu sichern, werden die Weibchen gechipt und gut versorgt.

Das sind schon etwas ältere Schildkröten. Jede von ihnen wiegt über 70 Kg - also auf einer Hand halten, wie die Babys, kann man die nicht :D

Auf Sri Lanka findet man auch die vom austerben bedrohte Albino Schildkröte. Von den deutschen Touristen wird diese liebevoll "Heino" genannt. Von den Einheimischen "Deutsche" da die so blass sind :D Aber irgendwie haben sie damit ja auch Recht :D

Nach den Fotoshootings ging es ans arbeiten. Unsere Aufgabe war es ein Becken nur mit Kokusnussschalen und Sand zu reinigen. Das war SEHR !!! anstrengend, aber wir haben es geschafft und die Schildkröten fühlten sich danach wieder wohl in ihrem frisch geputzen Becken :D

Am Nachmittag mussten wir umbedingt mit einem TukTuk fahren.

So sieht ein TukTuk aus und die Dinger sind gefährlicher als sie auf dem ersten Blick wirken ! Vorallem wenn man sich zu viert da hineinquetscht :D Aber wi haben es überlebt :)

Am Dienstag ging es genauso anstrengend weiter, wie der Montag aufgehört hat. Wir durften nämlich Wasser vom Meer holen. Und das ging am Besten mit vielen Eimern, 24 10 Liter Kanister und einem klapprigen, selbstgebauten Traktor.  Als jeder mit einem Eimer ausgestattet war liefen wir die Dünen runter, füllten die eimer mit wasser, liefen den weg zurück und kippten das Wasser mithilfe von Trichtern in die Kanister. Das taten wir solange, bis alle Kanister voll waren. Und mit nur 2 - 3 Liter Eimern und in der prallen Sonne, war dass sehr schweiztreibend. Zum Glück für uns bzw. zum Pech der Anwohner ging der Traktor nach der ersten Fahrt zur Farm kaputt, sodass wir die Kanister nur einmal füllen mussten.  Aber das hat uns auch gereicht :D

Anschließend mussten wir dann den Strand etwas reinigen. Also Flaschen und andere angeschwemmte Sachen aufsammeln. Allerdings haben die Anwohner uns die Mülltüten zum Schluß weggenommen und den Inhalt auf einem Haufen gekippt. Wir waren völlig entsetz! Denn der Haufen wurde angezündet!!! Das war wirklich das erste Mal, wo ich den doch sehr großen Entwicklungsunterschied zum Europäischen Standart gemerkt habe.

Zur Beruhigung sind wir mit der ganzen Truppe zum Strand gefahren und haben den Abend dort ausklingen lassen.

Am Mittwoch ging es gleich am Strand weiter. Es stand nämlich fischen auf dem Tagesplan und das war schwerer als gedacht. Wir haben 2 - 3 meter lange Stöcke mit ner Angelschnur und nem Hacken vorne dran in die Hand gedrückt bekommen und wurden damit ins Wasser geschickt. Es war wie immer sehr heiß, das Wasser stand uns bis zur Brust und nach 3 Stunden hatten wir stolze 4 kleine Fische gefangen. Da die Turtles jedoch 25 Kg Fisch pro Tag brauchen, konnten wir nicht wirklich viel dazu beitragen. Es war rückblickend aber dennoch ganz lustig :)

Lea hat mich am Nachmittag mit nach Galle genommen. Dorthin musste wir mit dem Bus fahren, was zwar billiger ist als mit einem TukTuk, aber nicht wirklich harmloser.  Und wie schon beim ersten Besuch war ich verzaubert von Galles Schönheit. Mir wurden die besten Läden gezeigt und Ecken, wo man sich besser nicht herumtreiben sollten, aber alles in einem war es ein schöner achmittag. Nur sind wir "leider" zu spät zur Yoga Stunde gekommen, sodass wir nicht mehr mitmachen konnten, aber ich hab ja noch 3 Wochen zeit, um das angebot anzunehmen. :)

Der Donnerstag Vormittag war sehr regnerisch, weshalb wir die Kinder im Dorf um der Farm unterrichten sollten. Wir  wurden aber ins Eiskalte Wasser geschmissen, denn wir hatten kein Plan, was wir tun sollten und saßen 3 Stunden einfach da und haben ein Paar Bilder gemalt.

Daür war der Nachmittag um so schöner, da wir nun mit allen in Galle waren und Abends zusammen im Restaurant "Heritage" gegessen haben. Auf dem Rückweg hat es zwar im Strömen geregnet, aber da Donnerstag immer Movie Night ist, gab es mega leckeres Popcorn und einen lustigen Film zur aufbesserug der zerschlagenen Stimmung :)

 Da Freitag Leas letzter Tag war, durften wir 6 Teilnehmer des Schildkrötenprojektes jeweils eine Schildkröte freilassen. Das war wirklich wunderschön !

Die kleinen Turtles sehen wirklich zu niedlich aus ! Und auch wenn sie ein paar Anlaufprobleme hatten, haben es alle sicher ins Meer geschafft :) Hoffentlich schwimmen sie noch heute glücklich durchs Meer :) ich aufjedefall wüsche den 6 nur das Beste :)

Wie ihr seht, gibt es hier jede Menge zu tun, sodass kaum Langeweile auftritt.

Ich hoffe euch geht es genauso gut wie mir hier :)

Eure Saskia