Alles hat ein Ende ~ Teil 1 (04.12 - 08.12)

Montag, 04.12.2017

Am 04.12.17 war meine letzte Woche im Kindergarten angerbochen. Und das gleich mit einem wundervollen Fest! denn es war Vatertag! Und der wird mit allen Kindern und Vaetern  ganz gross gefeiert. 

Meine Gruppe uebte schon seid ein paar Wochen den tanz, den sie vorfuehren wollten, und waren sichtlich nervoes. Die Maedchen wurden alle in weisse Kleider gesteckt und die jungen trugen passend dazu Anzuege. sie sahen einfach unfassbar niedlich aus!

Allerdings moechte das Programm diese Bilder nicht hochladen ... schade. wirklich schade. 

Als ich auf dem Pausenhof ankam, waren bereits schon viele da. Sofort wurde ich von den Kindern mitgezogen und sollte helfen, vorallem die Maedchen zu schminken und fertig anzuziehen. Danach sezten wir uns auf eine der zahlreichen Baenke und warteten, bis wir an der reihe waren. 

Vorab wurden Reden gehalten, die Vaeter geehrt und saemtliche Pflichten erfuellt. Bis die Kinder endlich auf die Buehne durften! Meine gruppe war die erste. Und auch wenn 3 Kinder anfingen zu weinen, 5 wahllos durch die gegendliefen und alle nicht mehr die Koreographie konnten, war es dennoch sehr schoen und ich war echt stolz auf die Kleinen. 

Danach zeigten dann alle anderen Gruppen ihr koennen. Vorallem die Groesseren, die bald in die Schule kamen, erstaunten alle. Sie schlugen Raeder, machten Handstaende und vieles mehr! 

Das eiegtnliche Highlight des Tages war jedoch ich fuer viele. Ich konnte kaum 5 meter gehen, ohne dass eine Mutter mit ihrem kostumierten Kind auf dem Arm und mit einer Kamera in der hand auf mich zu kam und fragte, ob ich ein Foto mit ihrem Kind moechte. Ich liess alle Fotoshootings geduldig ueber mich ergehen, doch anschliessend bekam ich genau ein foto zu sehen. 

Das war das einzige Bild, welches mal ausnahmsweise mit meinem Handy gemacht wurde. Alle anderen sind jetzt auf den Spicherkarten von irgendwelchen Thaillaendern, die nur fasziniert von meiner hellen Haut (das ist dort das oberste Schoenheitsideal) waren und nicht mal meinen Namen kannten. 

Anschliessend war das Fest auch schon vorbei. Die Erzieherin schickte mich gegen 1Uhr nach Hause zurueck, wo wir den restlichen Tag entspannten und ich von dem Auftritt meiner Kleinen prahlte. 

Am Dienstag war der offizielle Vatertag, aber da es ein gesetzlicher Feiertag ist, hatten alle Bildungsstaetten und viele Geschaefte geschlossen. Auch mein Kindergarten. Aber wir haetten sowieso nichts machen koennen, da wir - mal wieder - der Welt beim untergehen zu schauen konnten. 

Mittwochs war es da schon ein bisschen freundlicher. Wir nahmen uns vor ein leztes Mal noch auf den Markt zu gehen, der aber - zu unserer enttaeuschung - wieder nicht stattfand, da ein Seafood festival in Hua Thanon aufgebaut wurde. Immernoch Fischhassend liefen wir durch die stinckenden Wege. Zum Glueck gab es nicht nur Fisch! Einige Restaurants zeigten auch ihr koennen und boten saemtliche Spezialitaeten an. Ich entschied mich fuer ein Eis, was meinen immernoch entzuendeten Hals sehr gut tat. Abends waren wir dann wieder beim Dirk und ich bestellte meinen favoriten: ein halbes Meter langes Baguette mit einem Schnitztel belegt. Das war genauso deftig und ungesund, wie es klingt. Aber unglaublich Lecker! 

Der naechste Tag wurde wieder mit Regen verflucht, aber das graue Wetter passte zu meiner Stimmung, denn es war mein letzter Tag im Projekt. Klitschnass kam ich dort an und spielte genauso wie jeden Tag mit den Kindern. Nachdem Mittagessen (es gab Spaghetti mit Tomatensosse und als Nachtisch Bananenkuchen)  erzaehlte die Erzieherin auf Thai ihnen, dass ich ab naechste Woche nicht mehr komme. Die Gruppe um Daniela und Dennis, mit der ich die meiste Zeit verbrachte, stellten sich zum abschluss in einer Reihe auf und sangen fuer mich Aramsamsam. Das Lied hatte ich ihnen beigebracht und die Kinder liebten es! Und ich war so gluecklich zu sehen, dass sie es auch alleine koennen und es mir vorsangen.  Jedes Kind wollte dann noch mal auf meinem Arm und mich knuddeln. Es war so unglaublich suess von jedem.

An diesem Tag durfte ich ganz viele Fotos machen bzw. ich dreuckte den Kindern meine Kamera in die Hand und sie machten viele Bilder fuer mich.

Aber dann fuhr ich auch schon das letzte Mal mit dem Roller aus der Tempelanlage.

Nachmittags war endlich mal wieder halbwegs gutes wetter, weshalb Kathi, kim und ich die lezten Tage mit Roller nuzten und zum suedlichesten Punkt der Inselfuhren.

Dort stand ein kleiner Tempel und eigentlich sollte dort ein Weg sein, auf dem man durch die Waelder spazieren kann, doch dieser war leider ueberflutet.

Das eigentliche Highlight war jedoch die Wellen, die auf die Steinmauer trafen und explotionsartig daran stiessen. Das Ergebnis war ein weiteres Fotoshooting indem wir aussehen wollten, wie Wasserbaendiger - kindisch, aber denenoch lustig.   wink

Freitag fiel edoch schon wieder der Bootstrip aus, weshalb Tom uns einen Ofen brachte und wir gemeinsam laetzchen backten, um die Weihnachststimmung etwas zu heben.

Rund 200 kekse backten wir fleissig und verteilten diese dann auf die Haeuser auf - auch Sud Sud (der noch nie Plaetzchen gegessen hatte und sehr verwundert war was man alles aus 1Kg Mehl machen kann) und Tom bekamen welche. 

Dauerhaft hoerten wir dabei Weihnachstlieder und tranken kalten Kakao. Auch wenn es gut 30* heiss war, kam zumindest bei mir ein bisschen Weihnachststimmung auf.

Das wars aber auch erstmal wieder.

bis dahin!

Eure Saskia